Berni Kelb: Betriebsfibel

Berni Kelb

Die Betriebsfibel

Die Betriebsfibel wurde von „links unten“ geschrieben und gehört dadurch zur authentischen Ratgeber- und Agitationsliteratur. Sie berichtet von innen, aus eigener Betroffenheit heraus. Hinter ihr steht keine Organisation, kein arbeiterverstehender, besserwissender Akademiker, sondern spiegelt die Praxis eines klassenbewußten Arbeiters. Die Voraussetzung ist einfach: „Der Feind steht oben“.

Nun liegt die Betriebsfibel endlich wieder in gedruckter Form vor, nachdem sie vor einigen Jahren dankenswerterweise als PDF-Datei im Internet zur Verfügung gestellt wurde:
http://syndikalismus.files.wordpress.com/2010/04/betriebsfibel.pdf
Wir geben den Text ohne jedweden Versuch einer Aktualisierung unverändert wieder heraus; auch hier gilt, „daß uns die Klassiker keine Automatenstraße hinterlassen haben, sondern Handwerkzeug.“ (Berni Kelb in „Organisieren oder organisiert werden“, ebenfalls bei von unten auf wieder erschienen.)

Ebenso haben wir auf den Anhang „Bilanzanalyse“ der Originalausgabe verzichtet, diente er doch lediglich dazu, den brillianten und kurzgefaßten Text „taschenbuchfähig“ zu machen. (Auch in der oben genannten PDF-Datei ist er enthalten.)

Die Betriebsfibel erschien 1971 in – für heutige Verhältnisse – sagenhafter Auflage und sorgte nicht nur in der damaligen Lehrlingsbewegung für einigen Wirbel.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände erkundigte sich gar beim Verlag nach „Lebenslauf und sonstigen Unterlagen“ über den Autor.

Berni Kelbs brilliante Antwort findet sich auf dieser Webseite unter der Rubrik „Texte“.

Der Autor

Berni (eigentlich Bernhard) Kelb, geboren 1934, war in den 1950er Jahren Hauptamtlicher Sekretär der illegalen FDJ in Hamburg, nach deren sang- und klangloser Auflösung weiter aktiv in der illegalen KPD. Der gelernte Metallarbeiter (Schlosser) aus kommunistischem Hause über das soziale Umfeld seiner Jugend: „Ja, wir waren Stalinisten. Auch ich selber. Ich habe im Chor gesungen und weiß jetzt noch etliche Kantaten auf Stalin auswendig.“ Und: „Wir meinten, für die gerechteste Sache der Welt zu kämpfen, und waren bereit, dafür persönliche Risiken und soziale Unsicherheit in Kauf zu nehmen.“

Nach interner Kritik wurde der junge Funktionär von der Partei wieder zur Arbeit als Schlosser in verschiedenen Betrieben in Hamburg-Barmbek „verurteilt“, unter anderem der legendären Kampnagelfabrik („Maschinenfabrik N&K“). „Das galt wohl als Strafe.“ Seine Erfahrungen mit linker, revolutionärer Betriebsarbeit mündeten in dieser „Betriebsfibel“.

Broschüre

40 Seiten, € 2,50

Bestell-Link:

https://www.syndikat-a.de/index.php?article_id=2&cat=3965&prod=2515

 

Trau-keinem

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